In Vorbereitung (Herbst 2020)

Workshop mit Alfred Zimmerlin „Freie Improvisation für Musiker/innen“

http://alfredzimmerlin.ch/

Wer komponiert, reflektiert das Entstehen eines Werkes permanent. Die Dauer

desMusikstücks und die Dauer seiner Entstehung klaffen weit auseinander. Wer frei

improvisiert, denkt zwar nicht weniger über sein Tun nach, aber das Entstehen der

Musik und ihre Dauer sind deckungsgleich. Es wird gemacht, in einem Zustand

hellwachen musikalischen Denkens. Eine Ästhetik der Reflexion steht, also einer

Ästhetik des Machens gegenüber: Ein Eintreten in einen offenen Raum

musikalischer Kommunikation; ein prozesshaftes und kollektives Schaffen

verbindlicher musikalischer Ordnungen aus dem Moment heraus.

Der Schweizer Komponist, Cellist und Improvisator Alfred Zimmerlin hat schon als

Jugendlicher in Bands frei improvisiert und sich dann in einem «Learning by doing»-

Prozess einen grossen Erfahrungsschatz angeeignet. Er hat Musikwissenschaft und

Musikethnologie studiert, Musiktheorie bei Peter Benary und Komposition bei Hans

Wüthrich und Hans Ulrich Lehmann. Als Komponist hat er ein umfangreiches und

vielfältiges Werk geschaffen, das weit herum Beachtung findet. Der improvisierende

Musiker Zimmerlin ist international tätig. Er ist als Dozent für freie Improvisation an

der Hochschule für Musik in Basel tätig, wo er zusammen mit Fred Frith den

MasterStudiengang Freie Improvisation leitet. (www.alfredzimmerlin.ch)